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§ 39 Hausarbeit

(1) 1Die Hausarbeit soll dem oder der Stu­dierenden die Gelegenheit geben darzu­tun, dass er oder sie fähig ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist im Rah­men seines Schwerpunktbereichs wis­sen­schaftlich zu arbeiten, sich ein selbststän­diges Urteil zu bilden und seine oder ihre Ergeb­nisse sachge­recht dar­zustellen. 2Die Hausarbeit kann von jedem prü­fungsbe­rechtigten Hochschullehrer oder jeder prüfungsberechtigten Hochschullehrerin ausgegeben werden sowie von den an der Fakultät leh­ren­den Privat­dozenten oder Privatdozentinnen oder Hono­rarpro­fesso­ren oder Honorarprofessorinnen, die die Voraussetzungen des § 21 Abs. 5 des Brandenburgischen Hoch­schulgesetzes erfül­len. 3Andere Dozierende können nur ge­meinsam mit den in Satz 2 Er­wähnten Aufgabensteller oder Aufgabenstellerin sein.

(2) 1Die Bearbeitungszeit für die Hausar­beit be­trägt sechs Wochen.[1] 2Die Hausar­beit ist grundsätzlich in deutscher Sprache anzufertigen. 3Im Einzelfall kann mit Einverständnis der Gutachter oder Gutachterinnen und mit Zustimmung des oder der Vorsitzenden des Prüfungsaus­schusses auch eine englischsprachige Hausarbeit und im Schwerpunktbereich 6 (polnisches Recht) auch eine polnisch­sprachige Hausarbeit zugelassen werden.

(3) 1Die Anmeldung zur Hausarbeit setzt vo­raus, dass der oder die Studierende zuvor mit Erfolg an einem Seminar in einem beliebigen Schwer­punktbe­reich, nachgewiesen durch eine mit mindestens "ausreichend" (4 Punkte) bewertete Semi­nararbeit[2], teilgenommen hat. 2Die Bear­beitungs-zeit wird von dem Aufgabensteller oder der Aufgabenstellerin festgelegt und elektronisch vor Ausgabe des Themas bekannt gegeben. 3Für die Bewertung der Seminararbeit bestimmt der Aufgaben­steller oder die Aufgabenstellerin die zuständigen Prüfer oder Prüfe­rin­nen; Für die Bewertung gilt § 23 Abs. 1 entspre­chend. 4Benotete Seminararbeiten, die nicht innerhalb von drei Jah­ren abgeholt werden, können vernichtet wer­den. 5Die Frist beginnt mit Abschluss des Jahres in dem die Prüfungsleistung erbracht worden ist.

Zu § 39 Abs. 3 SPO 2016 (PA-Sitzung vom 07.06.2017):
Die Inanspruchnahme der Schreibberatung des Schreibzentrums während der Anfertigung einer Seminararbeit im Schwerpunktbereich ist zulässig.

Zu § 39 Abs. 3 SPO 2010 (PA-Sitzung am 10.06.2015) - anwendbar auch auf § 39 Abs. 3 SPO 2016:
Der Prüfungsausschuss beschließt die "Hinweise zur Anfertigung von Seminararbeiten und SPB-Haus­ar­bei­ten" als eine Empfehlung für korrektes wissenschaftliches Arbeiten.

(4) 1Das Thema der Hausarbeit kann sich in­haltlich auf alle Pflichtteile und Wahl­pflichtteile des Schwerpunkt­bereichs erstrecken, den der oder die Studierende gewählt hat. 2Es darf mit dem Thema der Seminararbeit nach Abs. 3 nicht überein­stimmen oder diesem äh­neln. 3Eine Betreuung durch den Aufgabensteller oder die Auf­gaben­stellerin während der Bear­beitungszeit der Hausarbeit ist, mit Aus­nahme einer Erläuterung bei der Vergabe des Themas, unzulässig.

Zu § 7 Abs. 5 Bachelor-PO i.V.m. § 40 Abs. 2 SPO 2010 (PA-Sitzung vom 10.06.2015) - Erläuterung zu
§ 39 Abs. 4 SPO 2016 hinsichtlich der Bachelorarbeiten im Rahmen des integrierten Bachelor­abschlusses:

Für Bachelorarbeiten gibt es keinerlei Einschränkung hinsichtlich des Betreuungsumfangs durch die Aufgabenstellerin bzw. den Aufgabensteller.

(5) 1Die Anmeldung zur Hausarbeit erfolgt ge­genüber dem Aufgabensteller oder der Aufgabenstellerin. 2Vor der Aus­gabe des Themas ist dem Aufgaben­steller oder der Aufgabenstellerin die Erfül­lung der Voraussetzungen nach Abs. 3 und nach § 38 Satz 2 durch eine Bescheinigung des Prüfungsamtes nach­zuweisen. 3Der Prü­fungs­aus­schuss, der diese Kompetenz auf seinen Vorsitzenden oder seine Vorsit­zende übertragen kann, bestellt den Aufgabensteller oder die Aufgabenstellerin als Erstprüfer oder Erstprüferin.

(6) 1Der Aufgabensteller oder die Aufga­benstellerin teilt unverzüglich nach Ausgabe des Themas an den Studie­ren­den oder die Studierende dem Prüfungs­amt schriftlich das Thema der Hausar­beit und den Bearbeitungs­beginn mit. 2Zu­gleich schlägt er oder sie dem Prü­fungs­aus­schuss die Bestellung des Zweitprü­fers oder der Zweitprüferin (§ 40 Abs. 3) vor. 3Über den Vorschlag ent­schei­det der Prüfungsaus­schuss, der diese Kompetenz auf seinen Vorsitzenden oder seine Vor­sitzende übertragen kann. 4Ist Aufga­ben­steller oder Aufgabenstellerin ein Privat­dozent oder eine Privatdozentin oder ein Honorarpro­fessor oder eine Honorarpro­fessorin, soll Zweit­prüfer oder Zweitprüfe­rin ein hauptamtlich an der Fakultät tätiger Hochschullehrer oder eine hauptamtlich an der Fakultät tätige Hochschullehrerin sein.

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[1] Empfehlung: Der Umfang des Textes der Hausarbeit einschließlich der Fußnoten, aber ohne Leerzeichen soll 80.000 Zeichen umfassen. Nicht davon erfasst sind diejeni­gen Zeichen, die die vorangestellte Gliede­rung und das Literaturverzeichnis betreffen.
[2] Empfehlung: Der Umfang des Textes der Seminararbeit einschließlich der Fußnoten, aber ohne Leer­zeichen soll 40.000 Zeichen umfassen. Nicht davon erfasst sind diejeni­gen Zeichen, die die voran­ge­stellte Gliede­rung und das Literaturverzeichnis betreffen.