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§ 4 Gliederung des Studiums

(1) Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Das Grundstudium dauert drei Semester, das Hauptstudium regelmäßig fünf Semester. Im Hauptstudium erfolgt neben der Vorbereitung auf die staatliche Pflichtfachprüfung die Schwerpunktbereichsausbildung.

(2) Das Grundstudium wird studienbegleitend durch die Zwischenprüfung abgeschlossen. Das Bestehen der Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Fortsetzung des Studiums.

(3) Das Studium wird mit der ersten juristischen Prüfung abgeschlossen. Diese besteht aus einer staatlichen Pflichtfach- und einer universitären Schwerpunktbereichsprüfung. Die Zulassungsvoraussetzungen und die Grundsätze der Prüfung regelt das JAG. Der Ablauf der staatlichen Pflichtfachprüfung ist in der Bran­den­bur­gi­schen Juristenausbildungsordnung (JAO) geregelt.

(4) Als zusätzlichen Abschluss des rechtswissenschaftlichen Studiums können Studierende, die an der Ju­ris­tischen Fakultät immatrikuliert sind und die erste juristische Prüfung noch nicht bestanden oder die Zwi­schen­prü­fung oder die erste juristische Prüfung noch nicht endgültig nicht bestanden haben, den Bachelor of Laws als ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss erwerben. Das Nähere dazu regelt eine Prü­fungs­ordnung.

Zu § 4 Abs. 4 SPO (PA-Sitzung am 30.12.2013) – Möglichkeit des Erwerbs des Bachelortitels im lau­fen­den Widerspruchsverfahren gegen einen Bescheid über das endgültige Nichtbestehen der uni­ver­si­tä­ren Schwerpunktbereichsprüfung
Durch die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen einen Bescheid über das endgültige Nicht­be­ste­hen der universitären Schwerpunktbereichsprüfung (sowie entsprechend auch gegen das endgültige Nichtbestehen der Staatlichen Pflichtfachprüfung) könnte der betreffende Studierende zunächst weiter­stu­die­ren, Prüfungsleistungen erbringen und die Anerkennung von Leistungen für den Bachelor­ab­schluss sowie anschließend den Titel Bachelor of Laws beim Prüfungsamt beantragen. Für den Fall, dass der Widerspruch erfolglos bleibt, werden jedoch alle Verwaltungsakte, die in der Zeit zwischen Zu­gang des Bescheids und der Bestandskraft des Widerspruchsbescheids (ggf. Rechtskraft des ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Urteils) rückwirkend unwirksam. Daher müsse sinnvollerweise mit der Aus­stel­lung des Titels bis zum Verfahrensabschluss gewartet werden.