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§ 39 Hausarbeit

(1) Die Hausarbeit soll dem Kandidaten die Gelegenheit geben darzutun, dass er fähig ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist im Rahmen seines Schwerpunktbereiches wissenschaftlich zu arbeiten, sich ein selbst­ständiges Urteil zu bilden und seine Ergebnisse sachgerecht darzustellen. Die Hausarbeit kann von jedem prüfungsberechtigten Hochschullehrer ausgegeben werden sowie von den an der Fakultät lehrenden Pri­vat­dozenten oder Honorarprofessoren, die die Voraussetzungen des § 20 Abs. 5 des Brandenburgischen Hochschulgesetzes erfüllen. Andere Dozenten können nur gemeinsam mit den in Satz 2 Erwähnten Auf­ga­ben­stel­ler sein.

(2) Die Bearbeitungszeit für die Hausarbeit beträgt sechs Wochen.

Zu § 39 Abs. 2 SPO (PA-Sitzung am 07.05.2014):
Grundsätzlich sind die Examenshausarbeiten in deutscher Sprache anzufertigen. Im Einzelfall können mit Einverständnis des Erst- und Zweitgutachters und Zustimmung des Prüfungsausschussvorsitzenden auch englischsprachige Examenshausarbeiten zugelassen werden. Eine Anfertigung in anderen Fremd­sprachen ist unzulässig.

(3) Die Anmeldung zur Hausarbeit setzt voraus, dass der Kandidat zuvor mit Erfolg an einem Seminar in einem beliebigen Schwerpunktbereich teilgenommen hat.

Zu § 39 Abs. 3 SPO (PA-Sitzung vom 07.06.2017):
Die Inanspruchnahme der Schreibberatung des Schreibzentrums während der Anfertigung einer Seminararbeit im Schwerpunktbereich ist zulässig.

Zu § 39 Abs. 3 SPO (PA-Sitzung am 10.06.2015):

Der Prüfungsausschuss beschließt die "Hinweise zur Anfertigung von Seminararbeiten und SPB-Haus­ar­bei­ten" als eine Empfehlung für korrektes wissenschaftliches Arbeiten.

Zu § 39 Abs. 3 SPO (PA-Sitzung am 29.04.2009):
Das Seminar im Bereich Steuerlehre/Steuerrecht der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, das von Prof. Dr. Kudert angeboten wird, wird als Schwerpunktbereichsseminar gem. § 39 Abs. 3 SPO für den Schwerpunktbereich 3 USP Zivilrecht [Anmerkung der Verfasserin: neu: Schwerpunktbereich 3 - Ge­sell­schafts- und Wirtschaftsrecht] anerkannt.

(4) Das Thema der Hausarbeit kann sich inhaltlich auf alle Pflichtgebiete und Wahlgebiete des Schwer­punkt­be­reichs erstrecken, den der Kandidat gewählt hat. Es darf mit dem Thema der Seminararbeit nach Absatz 3 nicht übereinstimmen oder diesem ähneln.

Zu § 39 Abs. 4 und § 40 Abs. 2 SPO (PA-Sitzung am 7.5.2014 und Klarstellungsbeschluss vom 10.6.2015:
Ein Einführungsgespräch im Sinne einer kurzen Erläuterung bei der Vergabe des Themas für eine Hausarbeit im Schwerpunktbereich ist zulässig. Eine darüber hinausgehende Betreuung durch den Aufgabensteller darf es nicht geben.

(5) Die Anmeldung zur Hausarbeit erfolgt gegenüber dem Aufgabensteller. Vor der Ausgabe des Themas ist dem Aufgabensteller die Erfüllung der Voraussetzung nach Absatz 3 und nach § 38 Satz 2 nachzuweisen.

Zu § 39 Abs. 5 S. 2 SPO (Mai 2014):
Änderung des Verfahrens für die Anmeldung zur Examenshausarbeit im SPB
Ab sofort nimmt das Prüfungsamt die Prüfung der Voraussetzungen gem. § 38 S. 2 und § 39 Abs. 3 SPO für die Anmeldung zur Examenshausarbeit als Teilleistung der universitären Schwerpunktbereichsprüfung vor und stellt zur Vorlage beim Aufgabensteller eine entsprechende Bescheinigung aus.

(6) Der Aufgabensteller teilt unverzüglich nach Ausgabe des Themas an den Kandidaten dem Prüfungsamt schriftlich das Thema der Hausarbeit, den Bearbeitungsbeginn sowie unter Beifügung der Belege die Er­fül­lung der Voraussetzungen nach Absatz 3 und nach § 38 Satz 2 mit. Zugleich schlägt er dem Prü­fungs­aus­schuss die Bestellung des Zweitprüfers (§ 40 Abs. 3) vor, über den Vorschlag entscheidet der Prü­fungs­aus­schuss. Ist Aufgabensteller ein Privatdozent oder Honorarprofessor, soll Zweitprüfer ein hauptamtlich an der Fakultät tätiger Professor sein.