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§ 27 Schlüssel- und Zusatzqualifikationen

(1) Die Lehrveranstaltungen des Hauptstu-diums werden durch Fächer ergänzt, die den Schlüssel- oder den Zusatzqualifikationen zuzurechnen sind. Das Wissen, das in diesen Fächern vermittelt wird, ist nicht Gegen­stand der universitären Schwerpunktbereichsprüfung. Der Nachweis der Teilnahme an solchen Lehr­ver­an­stal­tun­gen ist jedoch Voraussetzung für die Zulassung zur mündlichen Prüfung der Schwer­punkt­phase.

(2) Die nachzuweisende Gesamtstundenzahl aus dem Bereich der Schlüssel- und der Zusatzqualifikationen muss insgesamt acht Semesterwochenstunden betragen. Der Anteil aus dem Bereich der Schlüssel­qua­li­fi­ka­tio­nen an dieser Gesamtstundenzahl muss mindestens vier und darf höchstens sechs Se­mes­ter­wo­chen­stun­den, der Anteil aus dem Bereich der Zusatzqualifikationen muss mindestens zwei und darf höchs­tens vier Semester­wochenstunden betragen.

(3) Als Angebote im Bereich der Schlüsselqualifikationen kommen insbesondere Vertragsgestaltung, außer­gerichtliche Konfliktlösung und Mediation, Rhetorik, Verhandlungsmanagement, Vernehmungslehre, anwaltliche Tätigkeit und Moot-Court-Veranstaltungen in Betracht. Im Nachweis über die erfolgreiche Teil­nah­me an einer Veranstaltung aus dem Bereich der Schlüsselqualifikationen ist die Art der erbrachten Leis­tung anzugeben.

Zu § 27 Abs. 3 SPO (PA-Sitzung am 20.1.2016):
Soweit Studierende (trotz Erbringen der Prüfungsleistung) an einer Schlüsselqualifikationsveranstaltung nicht vollständig teilgenommen haben, erhalten sie keine Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme. Dabei ist es unerheblich, ob sie entschuldigt oder unentschuldigt gefehlt haben oder ob die Prüfungsleistung bereits erbracht worden ist. Es erfolgt auch keine Reduzierung der SWS.

(4) Im Bereich der Zusatzqualifikationen müssen zwei und können vier Semesterwochen-stunden durch den erfolgreichen Besuch einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Veranstaltung oder eines rechts­wis­sen­schaft­lich ausgerichteten Sprachkurses nachgewiesen werden. Der Nachweis dieser Leistung kann auch durch die erfolgreiche Teilnahme an einer rechtswissenschaftlichen Veranstaltung an einer ausländischen fremd­spra­chigen Universität erbracht werden. Zwei Semesterwochenstunden können durch den er­folg­rei­chen Besuch einer fakultätsübergreifenden universitären Lehrveranstaltung erbracht werden. Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre oder der Volkswirtschaftslehre sowie ökonomische Analyse des Rechts gelten als fakultätsübergreifendes Lehrangebot. Die fakultätsübergreifenden Lehrveranstaltungen müssen ansonsten eine sinnvolle Ergänzung des gewählten Schwerpunktbereichs darstellen. Ist zweifelhaft, ob ein Sprachkurs oder eine fremdsprachige Lehr­ver­an­staltung angerechnet wird oder ob eine Lehr­ver­an­stal­tung im Bereich der Zusatzqualifikationen die Voraus­set­zung von Satz 5 erfüllt, entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag des Studierenden und im zuletzt ge­nann­ten Fall nach Stellungnahme des Koordinators des betreffenden Schwerpunktbereichs.

zu § 27 Abs. 4 SPO

PA-Sitzung vom 07.06.2017:
Künftig können auch andere als die vom GJPA Berlin/Brandenburg anerkannten Veranstaltungen zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen als SQ-Veranstaltungen im Studiengang Rechtswissenschaft an der EUV in begrenzter Anzahl ausgewiesen werden.

PA-Sitzung vom 18.01.2017:
Fachlich ausgerichtete Sprachkurse zur Vorbereitung auf die Prüfung Unicert III (Zertifikatsstufe Wissenschaftskommunikation) in der Fremdsprache Spanisch werden als "auch" rechtswissenschaftlich ausgerichtete Sprachkurse i. S. v. § 28 Abs. 4 S. 1 SPO 2016 (§ 27 Abs. 4 S. 1 SPO 2010) anerkannt.

PA-Sitzung vom 22.04.2015:
Die Sommerschule "The European System of Human Rights Protection" kann sowohl als Zusatz­quali­fikation mit Fremdsprachennachweis im Umfang von 4 SWS als auch bei Teilnahme an dem innerhalb dieser Ver­an­stal­tung stattfindenden Moot Court als Veranstaltung zum Erwerb von Schlüssel­quali­fikation im Umfang von 1 SWS angekündigt werden.

Die völkerrechtliche Veranstaltung "ViaMUN", in der vor allem Debatten über UN-Resolutionen geführt werden, hat jedenfalls auch juristische Fachsprache zum Gegenstand und kann daher zusätzlich (neben der An­kün­digung als Schlüsselqualifikationsveranstaltung und als den SBP 9 sinnvoll ergänzende fakultäts­über­greifende Lehrveranstaltung) auch als Zusatzqualifikation mit Fremdsprachennachweis i. S. v. § 27 Abs. 4 S. 1 Alt. 1 SPO absolviert werden.

PA-Sitzung am 04.062014:
Die Lehrveranstaltung "Rechnungswesen für Einsteiger" (Dozent Prof. Dr. Stephan Kudert) wird in allen Schwerpunktbereichen als Zusatzqualifikation im Sinne einer fakultätsübergreifenden Lehrveranstaltung (§ 27 Abs. 4 S. 3 und S. 4 SPO) anerkannt.

PA-Sitzung am 26.10.2011:
Es wird klargestellt, dass die Lehrveranstaltung "Forensische Psychiatrie" als Zusatzqualifikation (fa­kul­täts­über­greifende Lehrveranstaltung) für Studierende, die den SPB 2 (Strafrecht) wählen, an­re­chen­bar ist.