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§ 14 Täuschungsversuche und Ordnungsverstöße

(1) Versuchen Studierende, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung, insbesondere durch Plagiat, Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel, unzulässige Hilfe anderer Prüfungsteilnehmer oder Dritter oder durch unzulässiges Einwirken auf Prüfungsorgane oder auf von diesen mit der Wahrnehmung von Prüfungsangelegenheiten beauftragte Personen zu beeinflussen, so ist diese Prüfungsleistung mit der Note "ungenügend" (0 Punkte) zu bewerten. Beim Mitführen nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der Prüfungsaufgaben oder nach Beginn der mündlichen Prüfung wird ein Täuschungsversuch vermutet. Die Entscheidung trifft der Prüfungsausschuss nach Feststellung durch den jeweiligen Prüfer und nach Anhörung des Studierenden.
Zu § 14 Abs. 1 S. 2 und S. 3 SPO (PA-Sitzung am 30.10.2013):
Sollte das Handy nach Aufforderung des Aufsichtspersonals und innerhalb der Bearbeitungszeit der Klau­sur eingeschaltet sein, stellt diese Tatsache unabhängig von der tatsächlichen Nutzung einen Täu­schungs­versuch (Verwenden/Mitführen eines unzulässigen Hilfsmittels) dar.

(2) Es handelt sich um ein Plagiat, wenn in einer schriftlichen Arbeit bei der Übernahme des Wortlauts oder des wesentlichen Sinns eines Dokuments die entsprechende Quelle nicht zitiert wird. Ein Plagiat liegt ebenfalls vor, wenn die Arbeit eines anderen ganz oder teilweise als eigene ausgegeben wird, eine Arbeit ganz oder teilweise aus dem Internet oder von einem elektronischen Datenträger heruntergeladen und als eigene ausgegeben wird oder eine fremdsprachige Arbeit ganz oder teilweise übersetzt und als eigene ausgegeben wird.

(3) Ein Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden. In diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als "ungenügend" (0 Punkte).

(4) In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss Kandidaten nach deren Anhörung von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen. Ein schwerwiegender Fall liegt in der Regel dann vor, wenn ein Kandidat bei mehreren Prüfungsleistungen einen Täuschungsversuch unternimmt. Gleiches gilt, wenn der Kandidat bei dem Antrag auf Anerkennung von Teilleistungen oder Bewilligung von Ausnahme­ent­schei­dun­gen wiederholt täuscht oder zu täuschen versucht.

Zu § 14 Abs. 4 S. 2 SPO (PA-Sitzung am 10.12.2014):
Unter "mehrere Prüfungsleistungen" in § 14 Abs. 4 S. 2 SPO als Voraussetzung für das Vorliegen eines schwerwiegenden Täuschungsfalls im Regelfall versteht der Prüfungsausschuss mindestens zwei fest­gestellte Täuschungsversuche.