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Master-Studiengang Mediation und Konfliktmanagement (M.A./LL.M.)

Reakkreditierung

An dieser Stelle finden Sie einige Auszüge aus dem Gutachterbericht zum Reakkreditierungverfahren 2010/2011, welche der Master-Studiengang Mediation und Konfliktmanagement (damals noch: Master-Studiengang Mediation) erfolgreich und ohne Auflagen bei der Reakkreditierungsagentur ACQUIN e.V. durchlaufen hat.

 

Gerade weil nach Mediation ein offenkundiger gesellschaftlicher und justizieller Bedarf besteht, wächst auch der Bedarf nach wissenschaftlich-theoretischer Durchdringung und Aufarbeitung der Mediation, damit diese nicht zu einem unverstandenen Handwerk verkommt. Die Gutachtergruppe ist der Auffassung, dass der Master-Studiengang „Mediation“ (M.A.) an der Europa-Universität gerade diesen Anspruch in vorbildlicher Weise einlöst, indem er systematisch die Reflexion der konflikttheoretischen, anthropologischen, philosophischen und psychologischen Grundlagen der Mediation anregt und betreibt. All das ist, wie die Verantwortlichen des Studiengangs zutreffend ausführen, nur interdisziplinär einlösbar.

Ebenso betrachtet die Gutachtergruppe auch die in dem Studiengang praktizierte Verknüpfung von Theorie und Praxis als vorbildlich, wobei darauf geachtet wird, dass durch die Praxisintegration das theoretische Niveau nicht aufgegeben wird. Dieser durchaus schwierige Balanceakt ist nach Auffassung der Gutachter in Frankfurt (Oder) geglückt. In der Kombination des Erlernens berufspraktischer Fertigkeiten im Bereich der Mediation, deren wissenschaftlicher Reflexion und nicht zuletzt der dadurch bewirkten Selbstreflexion und Haltung ist der Master-Studiengang „Mediation“ (M.A.) an der Europa-Universität einmalig. Diese Verbindung zwischen praktischen und theoretischen Lehrangeboten und der sich daraus ergebenden Kompetenz zu eigenständiger Mediationstätigkeit, trägt eindeutig auch positiv zur Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden bei, komplexe Sachfragen und schwierige zwischenmenschliche Kommunikationskonstellationen zu bewältigen.

Das Spektrum der Mediation ist weit gespannt: Es reicht von der Justiz über Wirtschaft, Familie, Schule, bis hin zu friedenssichernden Maßnahmen im Völkerrecht und sogenannter interkultureller Kommunikation und Mediation. Das Angebot der Europa-Universität ist insoweit einmalig und vorbildlich.

Die Ziele des universitären Studiengangs „Mediation“ an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), nämlich eine anspruchsvolle, berufsrelevante Weiterqualifikation mit theoretischer Reflexion auf akademischem Niveau zu verbinden, sind überzeugend. Diese haben sich in den letzten fünf Jahren bewährt. Sie bilden deshalb ein stabiles und tragfähiges Fundament der praktischen und theoretischen Mediationsausbildung. Die Kombination von Weiterbildung, Interdisziplinarität, Praxisbezug, wissenschaftlich-theoretischer Reflexion und praktischer Selbstreflexion sichert dem Studiengang die erforderliche Vitalität, Streubreite und Humanität. Dem Studiengang kommt eine erhebliche gesellschafts- und bildungspolitische Bedeutung zu, die weit über den juristischen Kontext, in dem er seinen Ausgangspunkt hat, hinausreicht. Er könnte zur Evaluation des geplanten Mediationsgesetzes genutzt werden. Er ist in der Form, wie er an der Universität Frankfurt (Oder) praktiziert wird, bundesweit einmalig und vorbildlich.