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Sondervorschriften zu den SPB 1, 6 und 7 (SPO 2016)

Auszug aus der Studien- und Prüfungsordnung vom 6.7.2016

§ 47
Sondervorschriften für den Schwer­punkt­bereich 6

An Stelle der §§ 38 - 46 gelten für Studium und Prüfung im Schwerpunktbereich 6 die Bestim­mungen der §§ 48 - 50.

§ 48
Lehrveranstaltungen und Prüfungen

1Studium und Prüfung können nach Maß­gabe der §§ 49 und 50 an der Fakultät für Recht und Verwaltung der Adam-Mickiewicz-Univer­sität Poznań (UAM) oder im Colle­gium Poloni­cum (CP) oder einer anderen öffentli­chen polni­schen Hoch­schule nach den dort für das Stu­dium des Magisters des polnischen Rechts (magister prawa) jeweils anwendbaren Be­stimmun­gen durchgeführt werden. 2Die im Rah­men des Studiums er­brachten Studien­leistun­gen, die 14 Semesterwochenstunden errei­chen müssen, gelten als Lehrveranstaltun­gen im Sinne von § 35.

§ 49
Vereinfachtes Prüfungsverfahren für Ab­solventen des polnischen juristischen Studiums

(1) Der an der UAM oder einer anderen öf­fentli­chen polnischen Hochschule erwor­bene Ma­gistergrad (magister prawa) wird durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende des Prüfungsaus­schusses als universitäre Schwerpunktbe­reichsprüfung im Schwerpunktbereich 6 anerkannt, wenn

  1. das Grundstudium sowie eine Leis­tungs­kontrolle (§ 29) erfolgreich ab­ge­schlos­sen wurden,
  2. der Besuch der in § 28 genannten Veran­staltungen zu Schlüssel- und Zu­satzqualifi­kationen nachgewiesen ist und
  3. der oder die Studierende an der Europa- Uni­ver­sität Viadrina immatrikuliert ist.

(2) Die im polnischen Prüfungsverfahren er­zielte Note wird wie folgt umgerechnet und als Prüfungsgesamtnote der universi­tären Schwer­punktbereichsprüfung behan­delt:

Polnische Note Deutsche Note
(5)  bardzo dobry mit Zusatz "celujący (ausge­zeichnet) sehr gut (18 Punkte)
(5)  bardzo dobry sehr gut (17 Punkte)
(4+) dobry plus gut (14 Punkte)
(4)  dobry vollbefriedigend (11 Punkte)
(3+) dostateczny plus befriedigend(8 Punkte)
(3)  dostateczny ausreichend (5 Punkte)

§ 50 Prüfungsverfahren für Studierende, die nicht zugleich mit dem Ziel, den Magis­ter des polnischen Rechts (magister prawa) zu erwerben, immatrikuliert sind

(1) Die universitäre Schwerpunktbereichs­prü­fung kann im Schwerpunktbereich 6 auch durch folgende Prüfungsleistungen absolviert werden:

  1. die erfolgreiche Erstellung einer Haus­ar­beit zum polnischen Recht,
  2. eine mündliche Prüfung.

(2) Für die Hausarbeit gelten die §§ 38, 39 Abs. 1, 2, 3, 5 und 6, § 40 entsprechend.

(3) 1Die Zulassung zur mündlichen Prüfung setzt den Nachweis des Bestehens der in Abs. 1 Nr. 1 genannten Hausarbeit voraus. 2Im Übrigen gilt § 41 Abs. 2 - 5 ent­sprechend.

(4) 1Gegenstand der mündlichen Prüfung ist dasjenige Hauptrechtsgebiet des polni­schen Rechts, das dem Thema der Haus­arbeit zu­zuordnen ist, einschließlich rechts­vergleichen­der Aspekte. 2§ 42 gilt mit der Maßgabe, dass einer oder eine der Prüfenden polnischer Hochschullehrer oder polnische Hochschullehrerin sein muss. 3§ 43 Abs. 2 gilt entsprechend.

(5) 1In die Prüfungsgesamtnote fließen, nach Umrechnung der schriftlichen Noten ent­spre­chend § 49 Abs. 2, die Hausarbeit und die mündliche Prüfung in einer Gewichtung von 60 von Hundert zu 40 von Hundert ein. 2§ 43 Abs. 3 Sätze 3 und 4, Abs. 4 und 5 sowie § 45 Abs. 1 und 2 gelten entspre­chend.

(6) Für Hausarbeit und mündliche Prüfung gel­ten die §§ 44 und 46 entsprechend.

§ 51
Sonderregelung für den Schwerpunktbereich 1 (Privat- und Wirtschaftsrecht)

(1) Der Schwerpunktbereich (Privat- und Wirtschaftsrecht) besteht aus Kern- und Ergänzungsfächern, von denen die Studierenden Lehrveranstaltungen aus beiden in einem Umfang von insgesamt 14 Semesterwochenstunden, davon mindestens 4 und höchstens 10 Semesterwochenstunden aus den Kernfächern auswählen.

(2) Für die mündliche Prüfung wählen die Studierenden aus den Kernfächern Prüfungsfächer in einem Umfang von insgesamt 4 Semesterwochenstunden aus, die vertieft geprüft werden, und aus den Kern- und Ergänzungsfächern weitere  Prüfungsfächer in einem Umfang von insgesamt 6 Semesterwochenstunden, in denen die Grundlagen geprüft werden.

§ 52
Sonderregelung für den Schwerpunkt­be­reich 7 (Medienrecht)

Die Studierenden des Schwerpunktbe­reichs Medienrecht müssen ein mindestens sechswö­chiges Praktikum in einer Einrich­tung gemäß der Zertifikatsordnung Medien­recht in der jeweils geltenden Fassung nachwei­sen, das auf Antrag im Um­fang von 2 Semes­terwochenstunden auf die Lehrveranstaltungen im Wahlpflichtteil angerechnet wird.