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Erste juristische Prüfung (Erstes juristisches Staatsexamen)

Die erste juristische Prüfung dient der Feststellung, ob die Prüfungskandidat/-innen das rechtswissenschaftliche Studienziel er­reicht haben und damit für den juris­tischen Vorbereitungsdienst fachlich geeignet sind.

Die erste juristische Prüfung ist bestanden, wenn in der staatlichen Pflicht­fach­prüfung und in der universitären SPB-Prüfung jeweils eine End­punkt­zahl von mindestens 4,00 Punkten erreicht ist. Dabei wird die End­punkt­zahl der staatlichen Pflichtfachprüfung zu 70 vom Hundert, die End­punkt­zahl der universitären SPB-Prüfung zu 30 vom Hundert eingerechnet.

Staatliche Pflichtfachprüfung

Zur staatlichen Pflichtfachprüfung werden die Kandidat/-innen auf Antrag zu­ge­las­sen, wenn sie die ent­sprechen­den Zu­las­sungs­voraussetzungen erfüllen.

Sie besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Im schriftlichen Teil sind sieben Auf­sichts­ar­bei­ten anzufertigen (je zwei aus dem Zivilrecht, Strafrecht und Öffentlichen Recht und eine aus dem Europarecht). Die mündliche Prüfung besteht aus einem 10-mi­nü­tigen Vortrag mit einem anschließenden längstens 5-mi­nü­ti­gen Vertiefungsgespräch sowie drei Prüfungsgesprächen in den Pflicht­fächern. Mit einem Vortrag sollen die Kandi­dat/-innen neben Rechts­kennt­nis­sen ihre Fähigkeiten zur mündlichen Darstellung rechtlicher Fragen zei­gen.Die Details der staatlichen Pflichtfachprüfung regelt das BbgJAG i.V.m. der BbgJAO.

Bitte beachten Sie die Hinweise des GJPA Berlin-Brandenburg zur ersten juristischen Prüfung und dass Sie sich für die Anmeldung zur staatlichen Pflichtfachprüfung beim GJPA unbedingt eine Leistungs­be­schei­ni­gung vom Prüfungsamt (Frau Fürst-Herfert) ausstellen lassen müssen. Der Notenspiegel aus viaCampus wird vom GJPA nicht akzeptiert.

Schwerpunktbereichsprüfung (SPB-Prüfung)

Seit dem Frühjahr 2007 müssen die Studierenden ihre Leistungen aus den Schwerpunktbereichen (SPB), ins­besondere die Fähigkeiten zu vertieftem wissenschaftlichen Arbeiten, in einer universitären Prüfung nach­wei­sen. Damit wird der erfolgreiche Abschluss des Studiums in dem von den Stu­die­ren­den ge­wähl­ten SPB do­ku­men­tiert. Die SPB-Prüfung besteht aus einer Hausarbeit und einer mündlichen Prüfung (SPO 2016). Die Prüfungs­auf­gaben orientieren sich am tatsächlichen Lehrangebot der Universität. Das Wissen, das in den Fächern vermittelt wird, die den Schlüssel- und Zu­satz­qualifikationen zuzurechnen sind, ist nicht Gegenstand der uni­ver­si­tä­ren SPB-Prüfung. Der Nachweis der Teilnahme an solchen Lehr­ver­an­stal­tun­gen ist jedoch Voraus­setzung für die Zulassung zur mündlichen Prüfung im SPB. Die universitäre SPB-Prüfung ergänzt die staat­liche Pflicht­fach­prüfung. Beide Prüfun­gen sind notwendiger Bestandteil der ersten juristischen Prüfung.